Lebensmittelkontrollen

Die Kommunen haben die Aufsicht √ľber die in ihrem Zust√§ndigkeitsbereich agierenden Unternehmen. Je nach Bundesland, haben Sie verschiedene Namen und verschiedene Aufgabenbereiche und Befugnisse.
Unter anderem unterliegen den Kontrolleuren die Aufgaben der Lebensmittelkontrollen. Hierzu werden die Lebensmittelverarbeitendenbetriebe und Handelsunternehmen, stichpunktartig ohne vorherige Anmeldung aufgesucht.
F√ľr die Unternehmen ist es immer ein bisschen, wie ‚Äědas ihnen auf die Finger geschaut wird‚Äú. Tats√§chlich hat aber die Vergangenheit gezeigt, dass diese Kontrollen f√ľr die Gesundheit der Bev√∂lkerung unabdingbar sind.

Dabei ist es nicht nur mangelnde Hygiene, die die Kontrolleure zu bemängeln haben. Sie sind nicht selten, nicht nur Ordnungswidrigkeiten auf der Spur und das ist immer wieder der Presse und den Medien zu entnehmen, sondern Sie entdecken richtige kriminelle Aktivitäten.

Einige besonders skandal√∂se Verbrechen, kommen nicht selten in die Schlagzeilen. Seit 1998 als die Lebensmittelhygieneverordnung novelliert und versch√§rft wurde, sind wohl sch√§tzungsweise einige Millionen Euro, als Bu√ügelder in die Kassen der √∂ffentlichen Hand geflossen. Dabei und da kann man sich sicher sein, ist das was in der √Ėffentlichkeit bekannt geworden ist, nur die Spitze des Eisberges.
Jeder hat wohl bei diesem Thema F√§lle im Hinterkopf, wie unappetitliche Hackfleischskandale oder den so genannten Gammelfleischskandal. Aber auch gro√ü angelegte Umetikettierungs- und Vertuschungsskandale der Lebensmittelgrossisten, d√ľrften jedem noch aus der Vergangenheit gel√§ufig sein.
Also sind aber diese Einrichtungen nicht der Erwirtschaftung von Bu√ügeldern dienlich, sondern dazu da, Verbraucher zu sch√ľtzen und die Gesunderhaltung der Bev√∂lkerung zu gew√§hrleisten. Das sind wie jeder wohl ehrlich zugeben wird, eklatant wichtige Aufgaben.
Eingedenk der schweren Folgen, die eine Gesundheitsst√∂rung und das ausufern von Seuchen mit sich bringen kann, so ist vor nicht allzu langer Zeit, der Frischei Skandal, der in Altersheimen und Krankenh√§usern zu Hunderten von Todesf√§llen gef√ľhrt hat.
Diese ernsthaften Konsequenzen, die ein leichtfertiges, wenn nicht unverantwortliches Handeln verantwortlicher Kr√§fte mit sich gef√ľhrt hat. Die Konsequenz aus diesem tragischen Fall war zum Beispiel, die Verordnung das Frischeiprodukte in √∂ffentlichen K√ľchen nicht mehr verarbeitet werden durften. Angesichts verbrecherischer Ma√ünahmen, die darauf ausgerichtet sind, Gewinne von Wirtschaftsbetrieben auf Kosten der Gesundheit von Verbrauchern maximieren zu k√∂nnen und da wird der geneigte Leser mit Sicherheit zustimmen, nicht hart genug bestraft werden.
Daher w√§re es hier w√ľnschenswert, das die Legislative Deutschlands und Europas, der Exekutive mehr Handlungsspielraum und Befugnisse an die Hand geben w√ľrden, ohne dabei Gro√ükonzerne aus monet√§ren Interessen zu sch√ľtzen.

Schlussendlich geht es aber auch darum, das die Verbraucher wieder mit Lust und gutem Gewissen, Lebensmittel kaufen und verzehren k√∂nnen, auch wenn dies ein langer Weg sein sollte, den zu gehen sich auf jeden Fall, auch f√ľr die Handelsunternehmen lohnen d√ľrfte.